Aktuelle Termine/Planung
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Aktivitäten 2026
25. Januar 2026 → 3. Französisches Filmfrühstück
3. Französisches Filmfrühstück
Die progressiven Nostalgiker: Film von Vinciane Millereau
Dass es sich immer lohnt, einen französischen Film anzuschauen, erlebten die circa 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 3. französischen Filmfrühstücks am 25. Januar. Nach einem exquisiten Frühstück in Isas Café begab man sich auf Einladung des Städtepartnerschaftsvereins hinüber ins Wertinger Kino, um sich dort die neueste Komödie von Vinciane Millereau anzuschauen.
Im Jahr 1958 scheint die Welt nach damaligen Maßstäben noch in Ordnung zu sein. Michel (Didier Bourdon) geht zur Arbeit in die örtliche Kreditbank, seine Frau Hélène (Elsa Zylberstein) erledigt den Haushalt. Karotten werden von Hand geschält, Wäsche im Zuber gewaschen, der klapprige Renault hat seine Zicken. Und die Rollen sind klar verteilt. Lediglich Tochter Jeanne (Mathilde Le Borgne) tanzt aus der Reihe, wird unvorhergesehen schwanger und soll nun gegen ihren Willen schnellstmöglich heiraten. Als Hélène eine nagelneue Maschmaschine gewinnt, kommt es zum Streit, denn so etwas Neumodisches passt nicht ins Bild des Hausherrn. Man verursacht einen Kurzschluss und – landet unverhofft im Jahr 2025. Die moderne Welt der E-Scooter, Flachbildschirme und Sprachassistenten erzeugt nun jede Menge Situationskomik, zumal die Selbst-verständlichkeit von Scheidungen und Seitensprüngen zusätzlich höchst gewöhnungsbedürftig sind. Hélène geht nun zur Arbeit, Michel muss den Haushalt schmeißen. Am schlimmsten jedoch ist die Tatsache, dass Jeanne eine angehende algerische Ärztin heiraten möchte. Die anfänglich durchaus schwierige Umstellung fällt Hélène leichter, schließlich gelingt ihr sogar eine berufliche Beförderung, und so manche Neuerung kommt ihr durchaus entgegen. Michel jedoch trauert den alten Zeiten nach, bis er das Modell einer alten Waschmaschine ergattert, mit der er per Kurzschluss wieder ins Jahr 1958 zurückkatapultiert werden will. Es kommt jedoch anders. Er findet sich nach einer Herzschwäche im Krankenhaus wieder, wo er von der zukünftigen Schwiegertochter behandelt wird. Dies bewirkt in ihm ein Umdenken, das ihn dazu veranlasst, bei der Hochzeit der beiden Frauen in aller Öffentlichkeit seine Fehler zu bekennen. In ausgelassener Freude und neu verliebt, erleiden Michel und Hélène in der Waschküche erneut einen Stromschlag, der sie nun tatsächlich in die Vergangenheit zurück versetzt. Geläutert können die Eheleute nun die Umstände akzeptieren. Jeanne ist Mutter geworden und studiert, der Schwiegersohn ist ein liebevoller Vater. Die großartige schauspielerische Leistung der Protagonisten sorgt für jede Menge Kurzweil und führt gleichzeitig zu der Erkenntnis, wie Offenheit und Toleranz in allen Epochen die Menschen zueinander bringen kann.
(Verena Heppner, 25.1.26)